EUROPE IS LOST
(2020 - ongoing)

Eine experimentelle Hörspielreihe / ein Rechercheprojekt
von Heike Bröckerhoff

in Zusammenarbeit mit Isabel Bröckerhoff, Pina Dietsche, Elisabeth Fast, Nadja Lindner, Colyne Morange, Livia Piazza und Višnja Sretenović


                                                                                                          Wie würdest du das übersetzen?
                  – Vielleicht "Evropa je izgubljena". Das heißt so viel wie - wir haben Europa verloren.

                                                                                                                 Es gibt dieses Wir irgendwie.

                                                                 Oder "izgubljena evropa.." - etwas ist verloren gegangen.

EUROPE IS LOST fragt danach, wie wir gemeinsam Krisen bewältigen können. Dabei geht es nicht vorrangig um die aktuelle Pandemie, sondern um emotionale Zustände und Bewältigungsmechanismen, die mit persönlichen, wirtschaftlichen und sozialen Krisen, aber auch mit der „Klimakrise“ verbunden sind. Gemeinsam mit langjährigen Kolleginnen aus ganz Europa entsteht eine experimentelle Hörspielreihe zu Themen wie radikaler Hoffnung, Nostalgie, Anpassung, Verleugnung und post-identitärer Zugehörigkeit. Mithilfe von Fiktion, journalistischer Neugier und performativen Gesten erproben wir, wie sich Unsicherheit und Ambivalenz aushalten lassen. Dabei begleiten uns öko-feministische und post-humanistische Perspektiven in ein anderes Europa, jenseits von Nationalstaaten und EU-Außengrenzen. Ein Europa voll von neuen Allianzen, solidarischen Praktiken und Ritualen: Roboter, die mit Pflanzen über die richtige Dosierung von Düngemittel streiten, EU- und Yugonostalgiker*innen, die ihre verlorenen Machtstrukturen betrauern, mutierende Viren und ihre ungläubigen Hosts, und wir mit unseren digitalen Augen und Ohren

Europe is Lost wird unterstützt durch den Hilfsfonds "Kunst kennt keinen Shutdown" und "Kultur hält zusammen" der Dorit & Alexander Otto-Stiftung und der Hamburgischen Kulturstiftung sowie durch das Programm "Small Change for Europe" der Alfred-Töpfer Stiftung und die Förderung "Pandemiebedingte Aufführungspraxis", vergeben durch den DfdK Hamburg, ermöglicht durch die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg.